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Verantwortlicher: Volker Atzeroth

Die Kläranlage Winsen (Aller) ist eine mechanisch-biologische Kläranlage, die 1986/1987 errichtet und in den Jahren 2009 und 2010 von 22.000 EW auf 25.000 EW erweitert wurde. Mit dieser Erweiterung konnte die Kläranlage Wietze (bei der zum Erhalt der wasserbehördlichen Betriebserlaubnis zahlreiche Investitionen notwendig gewesen wären) stillgelegt werden und seit Anfang 2011 erfolgt die Abwasserüberleitung und Reinigung der Abwässer der Gemeinde Wietze gemeinsam mit denen der Gemeinde Winsen in der Kläranlage Winsen (Aller).

Die Kläranlage Winsen (Aller) besteht aus einer Rechen- / Sandfang-Kompaktanlage und einem anaeroben Absetzbecken zur biologischen Phosphorelimination. Die Belebung besteht aus zwei Belebungsbecken, die intermittierend belüftet werden und zwei Nachklärbecken. Eine Simultanfällung zur Restphorphorfällung steht zur Verfügung. Das gereinigte Abwasser gelangt über eine Schönungsteichanlage und eine Ablaufleitung in die „Aller“, ein Gewässer I. Ordnung. Der in der Belebung simultan stabilisierte Überschussschlamm wird maschinell eingedickt, in 4 Schlammstapelbehälter zwischengespeichert und landwirtschaftlich verwertet.

Die Kläranlagenerweiterung in 2009 / 2010 umfasste neben der Aufstockung der Belüftung, die Erneuerung der Meß- und Regeltechnik auch den Einsatz einer Scheibenfilteranlage mit anschließendem Hochwasserpumpwerk. Diese Scheibenfilteranlage ist erstmals in der kommunalen Abwasserreinigung zum Einsatz gekommen und soll bei erhöhten Zulaufmengen in Hochwasserzeiten die gesetzlich vorgegebenen Einleitbedingungen sicher einhalten.

Die ehemalige Kläranlage Wietze wurde zum Hauptpumpwerk (ehemaliges Zulaufgebäude) umgebaut. Neben der Erneuerung der Pumpentechnik wurde ein Zwischenspeicher vorgesehen, damit das Abwasser der Gemeinde Wietze vornehmlich in lastschwachen Zeiten (nachts) der Kläranlage Winsen (Aller) zugeführt werden kann.