Die zentrale Entsorgung erfolgt über die sechs derzeit vom Abwasserverband betriebenen Kläranlagen in den Mitgliedsgemeinden.   

Der Benutzer ist direkt an das Kanalnetz angeschlossen; das Abwasser wird bis zur Kläranlage transportiert und dort gereinigt.

Am Zufluss einer Kläranlage befindet sich ein mechanischer Rechen (1), Hier wird der grobe Schmutz zurückgehalten und wie mit einer Harke aus dem Abwasser herausgeholt. Leichte mineralische Stoffe setzen sich im Vorklärbecken (2) als Schlamm auf dem Beckenboden ab (mechanische Reinigung).

Nach der Vorklärung beginnt die biologische Reinigung. Im Belebungsbecken (3) "fressen" Kleinstlebewesen (Mikroorganismen) biologische Stoffe und bauen sie auf diese Weise ab. Hierzu benötigen sie viel Luft, die von aussen eingeblasen werden muss.

In der Nachklärung (4) wird das gereinigte Abwasser vom Schlamm mit den Kleinlebewesen getrennt. Das gereinigte Wasser fließt in Flüsse und Bäche (Vorflut), ein Teil des Schlamms wird zurück in das Belebungsbecken gepumpt, der Rest kommt in den Klärschlammstapelbehälter.

Der Klärschlamm wird durch verschiedene Stellen aufwendig untersucht und darf (sofern die Grenzwerte eingehalten werden) der landwirtschaftlichen Verwertung zugeführt werden.